Ausverkauftes Konzert: Nachwuchschöre und Gospelchor Lingenfeld begeistern in Bellheim

Nach vier Jahren war der Gospelchor Lingenfeld am 26. September wieder zu Besuch in Bellheim. Eingeladen vom Verein zur Erhaltung kircheneigener Gebäude, traten die rund 50 Sängerinnen und Sänger in der restlos ausverkauften Pfarrkirche St. Nikolaus auf.

Eröffnet wurde der Abend von den Nachwuchschören Gospel Kids und Gospel goes… unter der Leitung von Christine Fürniß-Stephan. Mit Stücken wie „Schmetterling“, „Mambo“ oder „Old Friends“ und erstaunlich vielen jungen Solisten sangen sich die Jugendchöre sofort in die Herzen des begeisterten Publikums. Für ein stimmgewaltiges Finale des ersten Teils sorgte der Gospelchor Lingenfeld mit seinem Dirigenten Matthias Settelmeyer, der den Nachwuchs bei „A Million Dreams“ und „Meet With Me“ kraftvoll unterstützte. Dabei präsentierten sich auch einige ehemalige Gospel goes… solistisch, die bereits den Hauptchor verstärken.

Für Christine Fürniß-Stephan war dies nach elf Jahren erfolgreicher Nachwuchschorarbeit der letzte Auftritt, da sie sich zukünftig neuen beruflichen Aufgaben stellt. Die Jugendleiterin Julia Holaus verabschiedete sie mit einer kurzen, emotionalen Ansprache und Blumen. Im Anschluss nahm Christine Fürniß-Stephan im nun weiteren Programm des Gospelchors Lingenfeld, bei einem Gastauftritt in „Seasons of Love“ musikalisch Abschied.

Der Gospelchor begeisterte mit bekannten Songs wie „Shallow“ aus dem Film „A Star Is Born“ oder „I Wanna Know What Love Is“, solistisch interpretiert von Annette Rembor, Josie Seubert und Moni Damminger. Aber auch Traditionals, ursprüngliche Gospelsongs, fanden Anklang bei den Zuhörerinnen und Zuhörern. Langweilig wurde es dem Publikum dabei nie, da es selbst Teil des Konzertes wurde. Mit dem Song „Oh, When The Saints“ animierte Ulrich Rembor das Publikum zum Aufstehen und Mitsingen.
Besonderen Applaus ernteten das kraftvolle Stück „This Is Me“, sowie die ruhige Ballade „Oceans“, unter solistischer Begleitung von Josie Seubert, welche das Publikum wahrhaftig mitriss.

Nicht nur die spielfreudige Band, bestehend aus Schlagzeug, Piano, Gitarre, Bass und Saxophon, bot dem Chor ein festes musikalisches Fundament, sondern auch Beatboxer David Forger, den man mit geschlossenen Augen leicht mit einem Schlagzeug verwechseln konnte, sorgte für ordentlich Groove.

So verwunderte es nicht, dass zum Schluss noch lautstark mehrere Zugaben eingefordert wurden und die Standing Ovations auch nach dem Auszug des Chors zu „Shine Your Light“ und stimmungsvollen Lichteffekten noch anhielten.

Fotograf Sebstian Labitzke