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Montag, 14. September 2009

Lupenreine Leistung

Gospelchor Lingenfeld feiert mit einem großartigen Konzert seinen 35. Geburtstag“ - 1500 Gäste

Lingenfeld (ym). Der Gospelchor Lingenfeld rief und 1500 Gäste kamen. Sie erlebten einen glänzend aufgelegten Chor, der als weithin ältester seiner Art vor nunmehr bereits 35 Jahren gegründet wurde und mit einem großartigen Konzert seinen „Geburtstag“ feierte.

Während der gesamten Zeit ist Meinhard Emling der musikalische Leiter und zeigte sich auch an diesem Abend als Meister der Motivation und Menschenführung, gewissenhaften Vorbereitung und abwechslungsreichen Programmzusammenstellung. Mit sparsamen, aber sicheren Gesten führte er seinen Chor und trieb ihn zur Höchstleistung. Beifallsstürme dankten für ein mitreißendes Erlebnis und erzwangen mehrere Zugaben.

Professionell waren die gewaltigen Scheinwerferbrücken mit ihren Lichtspielen, die riesige Leinwand mit Videobildern aus dem Bühnengeschehen und vor allem die erstklassige, tadellos ausgesteuerte Verstärkeranlage für Solisten, Band und Chor. Das war es dann aber auch schon mit äußeren Effekten. Die 46 Sängerinnen und 17 Sänger brauchten keinerlei Mätzchen, sie standen einfach oben und sangen, und das schon fast unirdisch gut. Welcher andere  Chor setzt noch nach sekundenlanger Pause geschlossen und lupenrein einen Halbton höher ein, welche Band spielt noch so selbstverständlich sicher dann einfach mal sechs Kreuz statt ein b!

Auch alle anderen tonalen und rhythmischen Wechsel gelangen selbstverständlich, ausgeglichene Stimmen und mitreißende Dynamik bestimmten das Klangbild, spürbare innere Begeisterung überhöhte alles von der Rockballade bis zum swingenden Gospel, vom Pophit bis zum Film- oder Musical-Song. Das abschließende klassische Spiritual „Jesus on the mainline“ war bestes Beispiel für die Entwicklung des Chors: In den Anfangsjahren hätte man es wohl noch glatt und swingend gebracht, nun kam es rockig, scharf punktiert und akzentuiert, mit mehreren Tonart- und Tempowechseln.

Gleich zwölf Sängerinnen und Sänger bewährten sich auch als  Solisten, wobei die Jüngsten neben der Riege der Routiniers bestens bestehen konnten. Sehr schön klangen auch die Duette im Wechsel mit dem Chor, etwa bei „Go Out And Tell Them“ oder dem original in Schwedisch gesungenen „Gabriellas Sang“. Bei der schwungvoll und gut angepasst aufspielenden Band führte sich der neue Saxophonist ebenfalls nahtlos in die Riege der eingespielten Routiniers. Charmante und einfallsreiche Moderation schlug zusätzlich eine Brücke zu den Herzen der begeistert mitgehenden Zuhörer.

VON: DIE RHEINPFALZ - SPEYERER RUNDSCHAU